Dirigent

Sergej Simbirev übernimmt das Orchester

Seit November 2020 übt das Orchester neu unter der Leitung von Sergej Simbirev. An der Generalversammlung vom 29. Januar 2022 wurde Sergej Simbirev zum neuen musikalischen Leiter des AOZB gewählt. Er tritt die Nachfolge von Marc Draeger an, der das Orchester während 11 Jahren geleitet hatte.

Mit Sergej Simbirev übernimmt ein versierter Musiker die Orchesterleitung. Sergej Simbirev, geboren in Lebedin, Ukraine und aufgewachsen in Moskau, besuchte ab 1973 den Akkordeonunterricht an der Schaporin Musikschule in Moskau. 1979 begann er sein Akkordeonlehrerstudium am Musikcollege "Oktoberrevolution" in Moskau. Von 1989 bis 1993 setzte er den persönlichen Akkordeonunterricht bei Prof. Nikolai Gribkov am Konservatorium in Saratov fort, studierte 1994 bis 1996 an der A. Schnitke Hochschule in Moskau und schloss mit dem Konzertdiplom ab. Von 1987 bis 1996 war Sergej Simbirev Mitglied der "Timber Russian Accordions Group", welche u.a. den "Premio Internazionale della Città di Castelfidardo" gewann. Seit 1996 wohnt Sergej Simbirev in der Schweiz, ist verheiratet mit Patricia Draeger, und auch hierzulande als Komponist, Arrangeur und freischaffender Musiker sowie Musiklehrer an verschiedenen Musikschulen u.a. Zug, tätig. 
Das Akkordeon-Orchester Zug-Baar freut sich auf die Zusammenarbeit mit Sergej Simbirev und die schöne Geschichte, dass der Verein seit seiner Gründung 1937, also nunmehr 85 Jahre, immer von einem Mitglied aus der Familie des Gründers (Dieter Schmitz) geleitet wird, geht weiter.

Marc Draeger  

wurde an der GV vom 29. Januar 2022 zum Ehren-Dirigenten gewählt

Marc Draeger ist 1971 in Zug (Schweiz) geboren. Seine musikalischen Anfänge machte er mit der Klarinette, fand aber bald seine Leidenschaft für das Perkussive. Er absolvierte am Konservatorium in Luzern ein Lehrdiplom, das er 1995 mit Auszeichnung abschloss. Der Erhalt diverser Förderpreise, u.a. von der Friedel Wald-Stiftung und der Kulturdirektion Zug, ermöglichten ihm weitere Studien im Ausland. Nach mehreren Aufenthalten in Japan, u.a. in Tokyo bei Keiko Abe (Marimba), ging er schliesslich nach Berlin und studierte an der Universität der Künste bei Prof. David Friedman Jazz-Vibraphon. Er blieb während mehreren Jahren in der Berliner Jazzszene aktiv und gewann 2002 den „Jazz- & Blues Award Berlin" mit der World Jazz-Band Gondwana. Seine Bühnentätigkeit führte ihn u.a. zusammen mit Marc Halbheer (New York, Alpentöne Festival 2003), Claudio Puntin, Hans Kennel (New Jazz Festival), Heiri Känzig, Stefan Schlegel, Majid Tiken (Nomad Festival Marokko), Thomas Auffarth (Jazz Focus Festival Berlin), Thibault Falk (Jazz & Blues Award Berlin 2002), Siro Spörli, Lisette Spinnler, Festival Strings Lucerne (Spanien-Tournee), als Solist mit dem Luzerner Sinfonie-Orchester (Luzerner Schlagzeugensemble), mit Taiko Saito (Konzerttournee in Japan) und Raphael Christen (Duo-Projekte), u.v.a.. Nebst klassischem Schlagzeug, Drumset und Mallets (Vibraphon, Marimba), ist er auch Spezialist für Rahmentrommeln (Frame Drums) und diverse ethnische Perkussion wie: Bhodràn, Tar, Riq, Darabuka, Udu Drum etc.. Derzeit arbeitet er mit seinem eigenen Quintett "ALiA ViDO", in welchem er Vibraphon spielt.
Marc Draeger